Young Twisters · 2. November 2026
Young Twisters Rendsburg: Mit Rückenwind in die A-Division
Fünf Siege aus sechs Spielen, ein Auswärtscoup in Vechta und jetzt eine Gruppe mit ALBA Berlin. Eine Einschätzung vor der neuen Runde.
Die Einteilungsrunden sind vorbei, und die Young Twisters Rendsburg haben ihre Bewerbungsmappe für die A-Division mehr als ordentlich gefüllt. Gleich zum Auftakt gewann das Team in Vechta mit 96:76. Es folgten ein 88:70 in Rostock und ein deutliches 98:65 gegen den Bramfelder SV. In der zweiten Einteilungsrunde wurde es dann enger, aber nicht weniger erfolgreich: 79:76 gegen die Sartorius Youngsters aus Göttingen und 78:76 gegen die SG Junior Löwen Braunschweig.
Die einzige Niederlage gab es im Rückspiel gegen RASTA Vechta. Die Gäste spielten an diesem Tag stark, und die Twisters hielten bis in die Schlussphase dagegen, ehe das Spiel mit 67:71 kippte. Im direkten Vergleich mit Vechta steht trotzdem ein Plus von 16 Punkten. Das ist eine Bilanz, die sich bundesweit sehen lassen kann.
Braunschweig auf Augenhöhe
Besonders bemerkenswert ist der Sieg gegen Braunschweig. Die Löwen gehören zu den stärksten Teams im Norden und sind sportlich auf Augenhöhe mit Rendsburg. Dass sie nun den Umweg über die B-Division nehmen müssen, dürfte nur ein Zwischenstopp sein. Wer gegen Göttingen 105 Punkte auflegt, wird sich über die B-Division wieder nach oben spielen.
Die neue Gruppe
In der A-Division warten nun vier Gegner, jeweils mit Hin- und Rückspiel: ALBA Berlin, der Friedenauer TSC, DBV Charlottenburg/Berlin Tiger und die Hamburg Towers. Der Gruppenletzte muss anschließend in die Relegation gegen die Gruppensieger der B-Division.
ALBA Berlin ist der klare Favorit. Die Berliner marschierten ungeschlagen durch die Pokalgruppe Nord und mussten sich erst im Pokalfinale gegen das Team BonnRhöndorf geschlagen geben (78:99). Hier gilt für die Twisters: frei aufspielen und schauen, wie groß der Abstand zur nationalen Spitze wirklich ist.
Friedenau und Tiger Berlin kommen ebenfalls mit starken Bilanzen, allerdings aus einer Berliner Einteilungsgruppe mit deutlich schwächeren Gegnern. Im direkten Duell haben sich beide einmal geschlagen. Echte Härtetests gegen Teams wie Vechta oder Braunschweig fehlen ihnen bisher.
Und Hamburg? Die Towers standen in der Vorsaison noch im TOP 4 der JBBL. Doch in der U16 kommt jedes Jahr ein neuer Jahrgang, und davon ist in dieser Saison wenig übrig. Im Pokal gab es ein 61:102 gegen BonnRhöndorf und ein 66:90 bei ALBA. Bei der Nordmeisterschaft haben die Rendsburger 2011er die Hamburger bereits geschlagen.
Unsere Einschätzung
Platz 2 hinter ALBA ist ein realistisches Ziel für die Young Twisters. Kein anderes Team der Gruppe hat in den Einteilungsrunden gegen so starke Gegner so konstant gewonnen. Die Relegation sollte mit dieser Form kein Thema sein.
Im bundesweiten Vergleich sehen wir die Twisters aktuell auf Platz 5:
- Team BonnRhöndorf
- ALBA Berlin
- FC Bayern München
- Porsche BBA Ludwigsburg
- Young Twisters Rendsburg
- RASTA Academy
- BBA Hagen
- VR-Bank Würzburg Akademie
- Friedenauer TSC
- DBV Charlottenburg/Berlin Tiger
Titelfavorit ist BonnRhöndorf, das schon im Oktober den ersten JBBL-Ligapokal geholt hat. Dahinter lauern ALBA und Bayern. Im Norden wird es spannend: ALBA ist für das regionale TOP 4 praktisch gesetzt, um den zweiten Platz kämpfen Rendsburg, Vechta und Hagen. Und Braunschweig dürfte spätestens in der Rückrunde wieder mitmischen.
Die Spiele gegen ALBA werden zeigen, ob die Young Twisters in dieser Saison nur gut sind oder ob noch mehr drin ist. Die Vorzeichen sprechen für das Zweite.